"Balkon der Prominenten" in der Alexanderstraße

Fassade der Prominenten


Dr. Elisabeth Blochmann
Franz Schilling sen.
Heinrich Ulrich
Karl Friedrich Louis Dobermann
Max Wiener
Hugo Ruppe
Hans Geupel
David, der Strickermann
Hugo Michel
Albert Paul Veeh

Dr. Elisabeth Blochmann wurde 1892 in Apolda geboren und erhielt als erste Frau Deutschlands an der Philipps-Universität Marburg einen Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik.

Franz Schilling sen., geb. 1853; eine seiner größten Glocken goss er 1894 für die Kaiser- Wilhelm-Gedächtnis- Kirche in Berlin; daraufhin wurde er vom Herzoglich Sächsischen Staatsministerium Weimar zum Hofglockengießermeister ernannt.

Heinrich Ulrich, geb. 1876, Glockengießermeister; ihm gelang 1923 der Guss der größten, an einem geraden Joch aufgehängten, freischwingenden Glocke der Welt, der Sankt-Peters-Glocke für den Kölner Dom. Die Kölner selbst nennen die Glocke liebevoll „Decker Pitter“ (dicker Peter).

Karl Friedrich Louis Dobermann, geb. 1834 in Apolda, legte den Grundstein zur Zucht der Hunderasse Dobermann, indem er einige besonders angstfreie, mutige Hunde paarte. So entstand eine Gebrauchs-, Arbeits- und Wachhunderasse, aus der auch gute Hof- und Haushunde stammen.

Max Wiener, geb. 1866, Ehrenbürger der Stadt Apolda. Als Vorsitzender des Apoldaer Verschönerungsvereins war er der Initiator für das Anlegen der Herressener und Schötener Promenade; in seiner langjährigen Tätigkeit als Vereinsvorsitzender hat er sich u. a. um die Erhaltung dieses „grünen Gürtels“ mit Lohteich und Friedensteich verdient gemacht.

Hugo Ruppe, geb. 1879 in Apolda, erfand und baute ab 1904 in Apolda den „Piccolo“, einen robusten und qualitativ hochwertigen Kleinwagen, angetrieben von einem luftgekühlten Zweizylinder-Motor. 1910 folgte der „Piccolo-Mobbel“, der noch einfacher und kleiner war.

Hans Geupel, geb. 1923, ehemaliger Leichtathlet und Sportpädagoge, war der so genannte „Meistermacher“. Er trainierte hier in Apolda spätere Weltund Europameister sowie Olympiasieger, wie z. B. Wolfgang Hoppe, Matthias Trübner, Sigrun Siegl und Christine Laser.

David, der Strickermann, traf um 1593 in Apolda ein und brachte die Kunst des Strickens von Strümpfen - vorzugsweise mit fünf Nadeln – den Einheimischen bei. Damit „strickte“ er die Grundlage für die Wirk- und Strickwarenindustrie in unserer Stadt.

Hugo Michel, geb. 1866, kam mit sechs Jahren nach Apolda. Er galt als ausgezeichneter Kenner der Philatelie; war Sammler und Händler von Briefmarken und Herausgeber des MICHEL-Briefmarken- Katalogs.

Albert Paul Veeh, 1864 in Apolda geboren, war ein Pionier der Luftschifffahrt; er ist vor allem durch den Bau des halbstarren Luftschiffs „Veeh 1“ bekannt geworden.

Die feierliche Einweihung der Fassade...

mit den Mitgliedern der Jury: (von links nach rechts)

Rüdiger Eisenbrand (Bürgermeister der Stadt Apolda)
Detlef Thomaszczyk (Apoldaer Stadtarchivar)
Thomas Burkhardt (ehem. Sachbearbeiter für Tourismus in Apolda)
Peggy Lindner (stellvertretende Vorsitzende Wirtschaftsförder-Vereinigung Apolda-Weimarer Land e.V.)
Christoph Hodgson (Kunstmaler)
Sylvia Wille (Gleichstellungs- und Freuenbeauftragte der Stadt Apolda)
Uta Müller (Prokuristin der Wohnungsgesellschaft Apolda mbH)
Sören Rost (Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Apolda mbH)
Hans Jürgen Giese (ehem. Amtsleiter Wirtschaftsförderung und Kulturpflege des Kreises Weimarer Land)
Dirk Lorenz-Bauer (Redakteur bei der Thüringer Allgemeine)